Decoder von Tran, Zimo, D&H

Arnold SBB Tm II mit Tran DCX76

Der kleine Rangiertraktor der SBB ist nicht sehr schwer zu digitalisieren, auch wenn es ein bisschen eng zugeht. Ein DCX76 passt gut rein, mit einem DCX76z wär es vielleicht sogar noch etwas leichter.

Arnold Tm II zerlegtArnold Tm II zerlegt

Kontaktbleche am Motor abschneidenKontaktbleche am Motor abschneiden

Kontaktbleche am Chassis abschneidenKontaktbleche am Chassis abschneiden

Vorbereitung

Um das Gehäuse entfernen zu können, müssen lediglich die beiden Schrauben an der Unterseite gelöst werden. Der Motor wird von einer Spange gehalten, die ebenfalls entfernt wird. Jetzt sieht man auch gleich, dass der Kontakt zum Motor über zwei kleine Federbleche hergestellt wird. Diese sollten sowohl am Motor als auch in der Lok entfernt werden. Die Bleche am Chassis können einfach mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Beim Motor baut man erstmal die kleinen Bleche ab, dann werden sie mit einem Seitenschneider abgezwickt. Das Chassis habe ich vorsichtshalber zusätzlich noch mit Isolierband abgeklebt, um jeden ungewollten Kontakt zu verhindern.

Motor mit KabelnMotor mit Kabeln

Decoder eingebautDecoder eingebaut

Die fertige LokDie fertige Lok

Einbau des Decoders

Bei diesem Umbau müssen die Kabel "andersrum" gezogen werden, also von der Lok zum Decoder. Dazu habe ich am Decoder alle Kabel abgelötet. Da der Platz sehr begrenzt ist, sollte man entweder sehr dünne Litze verwenden (z.B. Mayerhofer) oder gleich zu Kupferlackdraht greifen. Zuerst werden zwei Kabel an die beiden Stromabnahmebleche am Chassis gelötet. Zwei weitere Kabel kommen an die noch ausgebauten Kontaktbleche des Motors. Danach kann der Motor wieder zusammengebaut werden. Den Kondensator habe ich übrigens am Motor belassen.

Damit der Decoder mit auf den Motor passt, muss die kleine Spange etwas bearbeitet werden. Eine der Rundungen oben wird mit dem Seitenschneider abgezwickt, danach wird der Rest plan gefeilt und entgratet. Die blanken Stellen habe ich mit etwas Nagellack isoliert. Auf den Motor habe ich dann zwei kleine Streifen Kunststoff geklebt, damit der Decoder etwas Abstand gewinnt. Danach wird die Rückseite des Decoders mit doppelseitigem Klebeband beklebt.

Ist der Motor wieder in die Lok eingebaut, kann der Decoder oben auf die vorbereiteten Streifen geklebt werden. Danach werden die Kabel an den Decoder gelötet. Ich habe die Drähte durch die Spange gefädelt, so haben sie gleich etwas Halt. Da die Lok kein Licht hat, kommt man mit vier Kabeln aus.

Klappt beim Funktionstest alles, dann kann auch das Gehäuse wieder aufgesetzt und mit den beiden Schrauben angeschraubt werden. Fertig!

Wie immer gilt: Nachmachen auf eigene Gefahr. Viel Spaß und viel Erfolg!

Hinweis zur Stromabnahme

Die kleine Lok hat leider keine sehr gute Stromabnahme und auch nicht wirklich Platz für Kondensatoren. Daher sollte man die Räder gründlichst reinigen. Ich habe dazu die Achsen ausgebaut und jeweils ein Rad abgezogen. Danach habe ich die Achse in die Proxon eingespannt und die Räder mit einem Glasfaserstift gereinigt (Laufflächen und Rückseiten!). Danach die Räder getauscht, damit alle gründlich sauber werden. So fährt die Lok ganz manierlich.