Decoder von Tran, Zimo, D&HDecoder von Tran, Zimo, D&HDecoder von Tran, Zimo, D&HDecoder von Tran, Zimo, D&HDecoder von Tran, Zimo, D&HDecoder von Tran, Zimo, D&H

Fleischmann BR39 mit Tran DCX76

Diese Lok ist eher für fortgeschrittene Umbauer geeignet, da es doch recht fummelig zugeht. Immerhin benötigt man keinen Fräser, der Decoder passt recht gut mit in den Tender.

Vorbereitungen

Zuerst wird die ↑ Lok zerlegt, dazu muss auf der Unterseite die Schraube gelöst werden. Der Kessel lässt sich dann vorn anheben und nach hinten schieben, bis die Haltenasen am Führerhaus ausrasten. Das Tendergehäuse wird von der Schraube an der Kupplung zur Lok gehalten, ist sie entfernt, lässt es sich ebenfalls abziehen.

Der Motor ist mit einem Halteblech befestigt, es lässt sich von unten mit einem kleinen Schraubenzieher von den Rastnasen lösen. Es empfiehlt sich, den Motor bei dieser Gelegenheit gleich mal einer Reinigung zu unterziehen.

Der Tender

Der beste Platz für den Decoder ist mit im Tender, dadurch müssen wir nur ein zusätzliches Kabel zwischen Lok und Tender spannen. In der Feuerbüchse wäre zwar viel Platz für den Decoder, allerdings wären dann drei zusätzliche Kabel nötig. Ein kleiner DCX76 passt aber problemlos, so dass ich Variante 1 gewählt habe.

Zuerst müssen einige Dinge im Tender angepasst werden. Dazu habe ich in das ↑ Foto einige Nummern eingetragen.

Die Selenscheibe, die die hintere Lampe gesteuert hat, wird herausgezogen und das kleine Blech bei ↑ (1) wird gekappt, so dass nur noch ein kleiner Rest stehen gelassen wird. Hier wird später das gelbe Kabel angelötet.

Die Bleche an den Punkten ↑ (2) und (3) müssen ebenfalls entfernt werden. Man kommt leider schlecht ran, daher habe ich das ganze Blech bei ↑ (5) mit einem Skalpell gekappt, die Bleche abgeschnitten und das Teil wieder eingeklebt und verlötet. Der Lötpunkt kann auch gleich als Anschlusspunkt für das rote Kabel genutzt werden. Das Teil muss unbedingt wieder eingebaut werden, da dort zwei Stromabnehmer für die beiden hinteren Räder dransitzen.

Zum Schluss wird noch das Blech bei ↑ (4) mit Isolierband beklebt, da es sonst am Motor einen Kontakt zum Chassis herstellen würde.

Der Motor

Die Änderungen am ↑ Motor bzw. dessen Platine sind einfach: Die kleine Spule wird einfach abgezwickt, der vorstehende Teil kann ebenfalls mit einem Seitenschneider entfernt werden. Übrig bleibt nur der kleine Streifen Platine mit den beiden Spangen und dem Kondensator. Die Anschlüsse des Kondensators werden auch gleich zum Anlöten der Decoderdrähte genutzt.

Decodereinbau

Der DCX76 wird mit Isolierband beklebt, so dass er gegen alle Bleche isoliert ist. Ich würde ihn nicht komplett einwickeln, damit kein Wärmestau entstehen kann.

Das ↑ Anlöten der Kabel ist etwas fummlig, da die größtenteils sehr kurz gehalten werden müssen. Orange kommt an den oberen Pol des Kondensators am Motor, Grau wird an den unteren gelötet. Der rote Draht muss mit dem in Fahrtrichtung rechten Stromblech des Tenders verbunden werden, es bietet sich an, dafür gleich die Lötverbindung zu verwenden, die wir vorhin gemacht haben. Schwarz muss an das in Fahrtrichtung linke Stromblech, ich habe es dazu vorn um den Motor herumgeführt. Es sollte eng an dem Metallbuckel anliegen, damit es später nicht vom Tendergehäuse gequetscht wird. Gelb wird an das kleine Restblech gelötet, das zur hinteren Glühbirne führt und wo früher die Selenscheibe saß. Das weiße Kabel wird entfernt und durch eine lange dünne Litze ersetzt, die bis zur Glühbirne in der Lok reicht. Diese habe ich entlang des braunen Kabels zwischen Lok und Tender geführt. Unter Umständen ist es einfacher, wenn man die Kabel an der Lok ablötet und sie vom Tender trennt, dann geht das Fädeln etwas besser.

Sind alle Kabel gezogen kann der Decoder befestigt werden. Ich habe dazu ein paar Tropfen UV-härtenden Kleber benutzt. Klebt am besten nur das Isolierband am Decoder fest, so kann er im Falle eines Falles einfacher wieder gewechselt werden. Auch ein erster Test ist jetzt bereits möglich. Nachdem der Decoder sitzt, klebt man noch ein Stück Isolierband in die Aussparung des Tendergehäuses, um auch da ungewollten Kontakt zu verhindern und baut Gehäuse und Chassis wieder zusammen.

Die Lok

Dieser Teil ist recht schnell gemacht. In die Luftbehälter wird eine kleine Kerbe für das Lichtkabel geschnitten. Anschließend wird es dort mit etwas Kleber befestigt und weiter ↑ nach vorn gezogen. Der Lampenkontakt kann einfach mit Schrumpfschlauch isoliert werden, das Kabel wird dann an den kleinen Kontakt der Glühlampe angelötet. Alternativ kann man auch die Selenscheibe vorn durch ein Stück Kunststoff oder Pappe ersetzen und das Kabel an das Kontaktblech zur Lampe löten.

Nach einem weiteren Test kann auch die Lok wieder zusammengebaut werden - ↑ fertig!

Wie immer: Nachmachen auf eigene Gefahr, viel Spaß und Erfolg mit dem Umbau!

Info

Autor: Carsten
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Materialien:

  • Fleischmann BR39
  • DCX76
  • Litze

Fleischmann BR39 zerlegtBR39 zerlegt

Änderungen am TenderÄnderungen am Tender

Änderungen am MotorÄnderungen am Motor

Eingebauter DecoderEingebauter Decoder

Änderungen der LokÄnderungen der Lok

Die fertige LokDie fertige Lok