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Renfe 333 - Digitalisierung und Umbau mit schaltbarem Schlusslicht

Die Renfe 333 von MFTrain ist eine schöne Lok, leider mit einigen technischen Schwächen. Die Platine ist fehlerhaft gelayoutet, so dass es mit dem Einstecken eines Decoders nicht getan ist. Zudem ist durch die NEM651-Schnittstelle das Schlusslicht nicht separat abschaltbar. Beides lässt sich glücklicherweise relativ einfach beheben.

Öffnen der Lok

Das Gehäuse sitzt ziemlich stramm auf dem Chassis. Zum Öffnen muss es über den Drehgestellen gespreizt werden. Es sollte vorsichtig abgezogen werden, da die Lichtplatinen meist im Gehäuse stecken bleiben und nicht abgerissen werden dürfen.

Umbau der Platine

Auf der Platine sitzen einige Bauteile und die NEM651-Schnittstelle. Leider ist die Verschaltung etwas unsinnig und teilweise komplett falsch. Einer der Kondensatoren ist zwischen Motor und Gleis geschaltet, der andere hängt ebenfalls am Motor, mit der anderen Seite dagegen zusammen mit einer Diode am Lichtausgang. Sehr wahrscheinlich sollten beide Bauteile eigentlich ans zweite Gleis, dank fehlerhaften Routing sind sie aber mit Lv verbunden.

Da die Kondensatoren aber auch bei richtiger Verschaltung im Digitalbetrieb stören würden, werden sie komplett entfernt. Die beiden Dioden sollen den Pluspol für das Licht erzeugen. Weil eine Diode falsch beschaltet ist, werden auch sie ausgelötet.

Um das Schlusslicht separat schalten zu können muss nun an zwei Stellen je eine Leiterbahn getrennt werden. In den Bildern sind sie mit einem Pfeil markiert.

Jetzt wird der Decoder in die Schnittstelle eingesetzt, die Bauteile müssen nach unten zeigen. Der Pluspol der SUSI-Schnittstelle wird mit der Platine der Lok verbunden, um die ausgebauten Dioden zu ersetzen. Die Ausgänge Aux 1 und Aux 2 des DH10C (grünes und lila Kabel auf den Bildern) müssen nun noch an die Lötpunkte der roten LEDs gelötet werden.

Danach ist der Umbau fertig, das Schlusslicht lässt sich jetzt mit F1 und F2 unabhängig vom Spitzenlicht ein- und ausschalten.

Wie immer gilt: Nachmachen auf eigene Gefahr. Viel Spaß und viel Erfolg beim Umbau!