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BR05 von Arnold

Eine Anleitung, wie man die BR05 von Arnold mit dem Tran SL74 bzw. SL75 ausstatten kann. Geschrieben von Marcus Busch.

Überblick

Decoder: Tran SL74 oder SL75
Digitalformat: DCC
Schnittstelle: Nein
Fräsarbeiten: Nein
Umbauzeit: ca. 2 Stunden

Vorbereitungen

Die Lok wird komplett zerlegt und alle elektrischen Bauteile entfernt. Die vordere Beleuchtung wird auf Dauerlicht belassen, lediglich die rückwärtige Beleuchtung wird richtungsabhängig geschaltet.

Hinweis: Auf den Bildern sind teilweise Ver­ka­belungen mit Kupferlackdraht ausgeführt, diese wurden alle geändert und sind inzwischen mit Decoderlitze ausgeführt.

Decodereinbau

Der Decoder SL74 passt genau oben in die Aussparung des Kohlentenders. Der kleine Laut­sprecher kann quer ganz vorne im Kohlentender untergebracht werden, der Bleiblock schließt dann hinten bündig mit dem Lautsprecher ab. Am Decoder werden die Kabel für die Sonderfunktionen und ein Lichtausgang abgelötet, der Lautsprecher wird laut Anleitung mit dem Decoder verkabelt, die anderen Kabel werden am Lautsprecher vorbei geführt, sodass sie weiter verarbeitet werden können.

Position von Decoder und Lautsprecher im Tender Position von Decoder und Lautsprecher im Tender

Im Tender wird die Stromabnahme (schwarz und rot) angeschlossen, die vorhandenen Kabel von der Lok werden belassen und stellen die Verbindung zur Strom­abnahme zwischen Lok und Tender her.

Am hinteren Birnchen wird der Kontaktbügel entfernt und der weiße Draht direkt an das Birnchen angeschlossen. Zur Sicherheit wird die Strom­abnahme (Metallschienen) gegen den Funktions­ausgang isoliert.

Stromabnahme & Verkabelung im Tender im Tender Stromabnahme & Verkabelung im Tender

Die Kabel für die Motorsteuerung (orange und grau) werden nach vorne gelegt und in der Aussparung in die Lok eingezogen. Jetzt kann im Prinzip kann der Kohletender wieder zusammen­gebaut und verschlossen werden. Am besten die vordere Fläche des Bleiblocks noch mit Isolierband bekleben, sodass kein Kontakt / Schluss zum Lautsprecher entsteht. Das Gehäuse von vorne kommend aufsetzen und vorsichtig mit leichtem Druck nach hinten schieben.

Motoranschluss

Die beiden Motorkabel werden direkt an den Motorblechen angeschlossen. Vorher sind, falls vorhanden (es gibt wohl unterschiedliche Ver­sionen), Kondensator und evtl. Kontaktbügel zu entfernen. Die beiden Motorkontaktbleche werden jeweils mit einem kleinen Stück Isolierband beklebt (die Kabel ganz flach anlöten, sonst passt's nicht mehr), so dass alle Trennungen komplett sind. Ein weiteres Hilfskabel muss unten angelötet werden (siehe Pfeil), dies wird als zweiter Kontakt für die vordere Beleuchtung und die eine Seite der Stromabnahme benötigt. Jetzt kann man den Motor wieder einsetzen und mit der Befestigungsklammer fixieren. Achtet darauf, dass die Kabel sauber liegen!

Motoranschluss in der Lok Motoranschluss in der Lok

Zusammenbau

Das oben erwähnte Hilfskabel wird nun an den Kontakt im Lokgehäuse angelötet (siehe Pfeil) und wenn alles gemacht wurde wie beschrieben, ergibt sich die folgende Gesamtverkabelung.

Verkabelung im Lokgehäuse Verkabelung im Lokgehäuse

Abschlussbemerkung

Dieser Umbau ist mit Sicherheit nicht trivial, hat mich auch einige Zeit gekostet. Allerdings ist es schön, dass man einen Soundumbau für ein wirklich altes Modell machen kann, ohne dabei aufwändige Fräsarbeiten durchführen zu müssen.

Die Lautstärke des Sounds ist in den Standard­einstellungen OK und durch den gekapselten Lautsprecher ergibt sich eine ordentliche Sound­qualität. Es ist im Tender und auch vorne im Bereich des Motors alles ziemlich eng, habe selbst mehr­mals zusammen- und auseinander gebaut, aber es geht. Hier also immer wieder auch testen, dass kein Kurzschluss entsteht.

Ferner kann ich empfehlen, bei älteren Modellen erst mal den Motor an Spannung laufen lassen und den Kollektor – dort wo die Kohle drauf geht – sauber zu schaben, sodass fast kein Funkenschlag mehr entsteht. Dies ist komischerweise haupt­sächlich bei Arnoldmodellen vorgekommen.

Bei Fragen schickt eine Mail an Marcus.

Viel Spass beim Umbauen.
Marcus Busch